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ドイツ語関係メモ帳←わたしが…←(旧名)脱-原発へ

URL とは一致しないブログ設定になりつつありますが、「脱-原発へ」の気持ちはそのままです。

 Der Wolf und die sieben jungen Geislein

少し前に、グリム童話そのものじゃなくって、そのパロディ本を古本屋で激安で買った。

ドイツの政治学者 Iring Fetscher によるもので、1970年代に書かれた本の翻訳(の文庫)だ。

その日本語の訳本(ちくま文庫、丘沢静也 訳)については、また別のブログに感想なりメモなりを書く予定なので(すごい、おもろい)、ここではそれはやめて、ドイツ語の勉強をしようと思う。

 とはいえ、そのパロディ本の独語テキストは、ネット上ではにわかに(無料で)手には入らなさそうだったし…、ひとまず、パロディのもとの、本来のグリム童話から。(そのパロディ本『だれが、いばら姫を起こしたのか』においても、著者は、一話一話、もともとのグリム童話もいっしょに並べて載せている。)

 

http://de.wikisource.org/wiki/Der_Wolf_und_die_sieben_jungen_Geislein_(1857) より、

まずはコピペさせてもらう。[※このページ、普通に示されてるのだが、ここに貼った・張ったリンクから行くと「そのページはまだない」って言われるみたい;]

 

5.
Der Wolf und die sieben jungen Geislein.

Es war einmal eine alte Geis, die hatte sieben junge Geislein, und hatte sie lieb, wie eine Mutter ihre Kinder lieb hat. Eines Tages wollte sie in den Wald gehen und Futter holen, da rief sie alle sieben herbei und sprach „liebe Kinder, ich will hinaus in den Wald, seid auf eurer Hut vor dem Wolf, wenn er herein kommt, so frißt er Euch alle mit Haut und Haar. Der Bösewicht verstellt sich oft, aber an seiner rauhen Stimme und an seinen schwarzen Füßen werdet ihr ihn gleich erkennen.“ Die Geislein sagten, „liebe Mutter, wir wollen uns schon in Acht nehmen, Ihr könnt ohne Sorge fortgehen.“ Da meckerte die Alte und machte sich getrost auf den Weg.

Es dauerte nicht lange, so klopfte jemand an die Hausthür und rief „macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von Euch etwas mitgebracht.“ Aber die Geiserchen hörten an der rauhen Stimme daß es der Wolf war, „wir machen nicht auf,“ riefen sie, „du bist unsere Mutter nicht, die hat eine feine und liebliche Stimme, aber deine Stimme ist rauh; du bist der Wolf.“ Da gieng der Wolf fort zu einem Krämer, und kaufte sich ein großes Stück Kreide: die aß er und machte damit seine Stimme fein. Dann kam er zurück, klopfte an die Hausthür und rief „macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von Euch etwas mitgebracht.“ Aber der Wolf hatte seine schwarze Pfote in das Fenster gelegt, das sahen die Kinder und riefen „wir machen nicht auf, unsere Mutter hat keinen schwarzen [27] Fuß, wie du: du bist der Wolf.“ Da lief der Wolf zu einem Bäcker und sprach „ich habe mich an den Fuß gestoßen, streich mir Teig darüber.“ Und als ihm der Bäcker die Pfote bestrichen hatte, so lief er zum Müller und sprach „streu mir weißes Mehl auf meine Pfote.“ Der Müller dachte „der Wolf will einen betrügen“ und weigerte sich, aber der Wolf sprach „wenn du es nicht thust, so fresse ich dich.“ Da fürchtete sich der Müller und machte ihm die Pfote weiß. Ja, das sind die Menschen.

Nun gieng der Bösewicht zum drittenmal zu der Hausthüre, klopfte an und sprach „macht mir auf, Kinder, euer liebes Mütterchen ist heim gekommen und hat jedem von Euch etwas aus dem Walde mitgebracht.“ Die Geiserchen riefen „zeig uns erst deine Pfote, damit wir wissen daß du unser liebes Mütterchen bist.“ Da legte er die Pfote ins Fenster, und als sie sahen daß sie weiß war, so glaubten sie es wäre alles wahr, was er sagte, und machten die Thüre auf. Wer aber hereinkam, das war der Wolf. Sie erschraken und wollten sich verstecken. Das eine sprang unter den Tisch, das zweite ins Bett, das dritte in den Ofen, das vierte in die Küche, das fünfte in den Schrank, das sechste unter die Waschschüssel, das siebente in den Kasten der Wanduhr. Aber der Wolf fand sie alle und machte nicht langes Federlesen: eins nach dem andern schluckte er in seinen Rachen; nur das jüngste in dem Uhrkasten das fand er nicht. Als der Wolf seine Lust gebüßt hatte, trollte er sich fort, legte sich draußen auf der grünen Wiese unter einen Baum und fieng an zu schlafen.

Nicht lange danach kam die alte Geis aus dem Walde wieder heim. Ach, was mußte sie da erblicken! Die Hausthüre stand sperrweit auf: Tisch, Stühle und Bänke waren umgeworfen, die Waschschüssel lag in Scherben, Decke und Kissen waren aus dem Bett gezogen. Sie suchte ihre Kinder, aber nirgend waren sie zu finden. Sie rief sie nacheinander bei Namen, aber niemand antwortete. [28] Endlich als sie an das jüngste kam, da rief eine feine Stimme „liebe Mutter, ich stecke im Uhrkasten.“ Sie holte es heraus, und es erzählte ihr daß der Wolf gekommen wäre und die andern alle gefressen hätte. Da könnt ihr denken wie sie über ihre armen Kinder geweint hat.

Endlich gieng sie in ihrem Jammer hinaus, und das jüngste Geislein lief mit. Als sie auf die Wiese kam, so lag da der Wolf an dem Baum und schnarchte daß die Äste zitterten. Sie betrachtete ihn von allen Seiten, und sah daß in seinem angefüllten Bauch sich etwas regte und zappelte. „Ach Gott,“ dachte sie, „sollten meine armen Kinder, die er zum Abendbrot hinunter gewürgt hat, noch am Leben sein?“ Da mußte das Geislein nach Haus laufen und Scheere, Nadel und Zwirn holen. Dann schnitt sie dem Ungethüm den Wanst auf, und kaum hatte sie einen Schnitt gethan, so streckte schon ein Geislein den Kopf heraus, und als sie weiter schnitt, so sprangen nacheinander alle sechse heraus, und waren noch alle am Leben, und hatten nicht einmal Schaden gelitten, denn das Ungethüm hatte sie in der Gier ganz hinunter geschluckt. Das war eine Freude! Da herzten sie ihre liebe Mutter, und hüpften wie ein Schneider, der Hochzeit hält. Die Alte aber sagte „jetzt geht und sucht Wackersteine, damit wollen wir dem gottlosen Thier den Bauch füllen, so lange es noch im Schlafe liegt.“ Da schleppten die sieben Geiserchen in aller Eile die Steine herbei und steckten sie ihm in den Bauch, so viel sie hinein bringen konnten. Dann nähte ihn die Alte in aller Geschwindigkeit wieder zu, daß er nichts merkte und sich nicht einmal regte.

Als der Wolf endlich ausgeschlafen hatte, machte er sich auf die Beine, und weil ihm die Steine im Magen so großen Durst erregten, so wollte er zu einem Brunnen gehen und trinken. Als er aber anfieng zu gehen und sich hin und her zu bewegen, so [29] stießen die Steine in seinem Bauch aneinander und rappelten. Da rief er

„was rumpelt und pumpelt
in meinem Bauch herum?
ich meinte es wären sechs Geislein,
so sinds lauter Wackerstein.“

Und als er an den Brunnen kam und sich über das Wasser bückte und trinken wollte, da zogen ihn die schweren Steine hinein, und er mußte jämmerlich ersaufen. Als die sieben Geislein das sahen, da kamen sie herbei gelaufen, riefen laut „der Wolf ist todt! der Wolf ist todt!“ und tanzten mit ihrer Mutter vor Freude um den Brunnen herum.

 

ウィキ記事だと、「狼と七匹の子山羊」。 http://ja.wikipedia.org/wiki/%E7%8B%BC%E3%81%A8%E4%B8%83%E5%8C%B9%E3%81%AE%E5%AD%90%E5%B1%B1%E7%BE%8A

 

ちくま文庫のそのパロディ本(丘沢訳)では、「オオカミと七匹の子ヤギ」という表記になっている。)

 

今回の記事としてはここまでで投稿する。(一文一部…とまでは行かずとも、これを今後具体的に見ていく予定。)